Studiendauer, Profile, Abschlüsse und Abschlussbezeichnungen

Alle Bachelor-Studiengänge und -Teilstudiengänge haben eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und einen Umfang von 180 Credits. Es ist jeweils eine Bachelorarbeit im Umfang von 12 Credits vorgesehen. Nach Bestehen aller notwendigen Prüfungsleistungen und der Bachelorarbeit wird jeweils der Grad einer oder eines „Bachelor of Arts“ (B.A.) beziehungsweise einer oder eines „Bachelor of Science“ (B.Sc.) verliehen.

Die konsekutiven Master-Studiengänge haben eine Regelstudienzeit von in der Regel vier Semestern und einen Umfang von stets 120 Credits (einzelne Intensivstudiengänge erreichen diese bereits nach einer Regelstudienzeit von drei Semestern). Es ist in der Regel eine Masterarbeit im Umfang von 30 Credits vorgesehen, in einzelnen Studiengängen im Umfang von 20 oder 25 Credits. Die Master-Studiengänge sind, entsprechend dem Profil der Universität, zumeist forschungsorientiert ausgestaltet. Nach bestandener Masterprüfung wird der Grad einer oder eines „Master of Arts“ (M.A.), einer oder eines „Master of Science“ (M.Sc.) oder einer oder eines „Master of Education“ (M.Ed.) verliehen.

Aufgrund der definierten Zugangsvoraussetzungen werden mit dem Masterabschluss stets 300 Credits erreicht.

Ein Studienbeginn im ersten Fachsemester ist für Bachelor-Studiengänge in der Regel nur zum Wintersemester, für Master-Studiengänge meist zum Sommer- und zum Wintersemester möglich. Dadurch werden Übergänge zwischen den Studienphasen prinzipiell erleichtert.

Das Curriculum der Studiengänge gliedert sich stets in einen Bereich Fachstudium, einen Professionalisierungsbereich und die schriftliche Abschlussarbeit; dies ist in der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) der Universität festgehalten. Im Fachstudium werden die im engeren Sinne zur fachwissenschaf tlichen Kompetenz des jeweiligen Studiengangs gehörigen Pflicht- und Wahlpflichtmodule verortet, der Professionalisierungsbereich enthält stets Module zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen, daneben insbesondere in Bachelor-Studiengängen auch Profilierungsmöglichkeiten (Profile) mit Blick auf persönliche Studienziele; die meisten Bachelor-Studiengänge unterscheiden insoweit wenigstens ein fachwissenschaftlich orientiertes Profil (mit Blick auf konsekutive Master-Studiengänge) und ein berufsfeldbezogenes Profil (mit Blick auf den Übergang in den Arbeitsmarkt). Während diese beiden Ausgestaltungen in den ersten Jahren nach der Bologna-Reform als verbindliches Strukturmerkmal begriffen wurden, sind zuletzt auch Bachelor-Studiengänge neu entstanden, welche aufgrund ihrer besonderen schon forschungsbezogenen Ausgestaltung auf das Angebot speziell berufsfeldbezogener Profile verzichten.

Studiengänge können daneben in Studienabschnitte gegliedert werden, wovon vorwiegend auf Bachelor-Ebene Gebrauch gemacht wird (zum Beispiel Orientierungsphase im ersten und zweiten Fachsemester, Hauptstudium im Fachsemester vier bis sechs). Sie können ferner durch thematisch entsprechend gruppierte Wahlpflichtmodule auch Studienschwerpunkte ausweisen. Die Universität hat dazu festgelegt, dass Studienschwerpunkte einen Umfang von wenigstens 30 Credits, in Ausnahmefällen im Umfang von wenigstens 24 Credits (zum Beispiel in Bachelor-Teilstudiengängen mit einem Gesamtumfang von nur 66 Credits) aufweisen; sie werden dann im Abschlusszeugnis gesondert zertifiziert. Daraus ergibt sich das (vereinfachte) Strukturmodell (siehe Abbildung).

Das Fachstudium kann je nach Fakultät und Fachtradition auch außerfachliche Kompetenzbereiche beziehungsweise Nebenfächer oder Anwendungsfächer enthalten. Eine besondere Rolle nimmt der Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang ein, in dem zwei Teilstudiengänge gleichberechtigt nebeneinander studiert werden. Auf jeden Teilstudiengang entfallen dabei 66 Credits, je nach Profilwahl gegebenenfalls weitere 18 Credits; die Bachelorarbeit von 12 Credits wird in einem der Teilstudiengänge geschrieben. Die Bachelor-Teilstudiengänge des Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengangs werden teils mit lehramtbezogenem Profil angeboten und ermöglichen damit den Übergang in einen Studiengang mit dem Abschluss „Master of Education“ für das Lehramt an Gymnasien. Aufgrund einer entsprechenden Studienangebots-Zielvereinbarung mit dem Land Niedersachsen erfolgt die Einschreibung für das lehramtbezogene Profil statistisch gesondert von den nicht-lehramtbezogenen Profilen, so dass hier gegebenenfalls auch differenziert Zulassungshöchstzahlen festgelegt werden können. Die für das lehramtbezogene Profil spezifisch angebotenen Module können insoweit nur von solchen Studierenden absolviert werden, die entsprechend immatrikuliert wurden; Angebote der nicht-lehramtbezogenen Profile stehen auch diesen Studierenden uneingeschränkt offen.

Da die Teilstudiengänge des Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengangs jeweils polyvalent angelegt sind, wird auch bei Absolvierung des lehramtbezogenen Profils der Hochschulgrad „Bachelor of Arts“ verliehen. Der Bachelorabschluss besitzt auch in diesem Fall ein selbständiges berufsqualifizierendes Profil und eröffnet den Zugang auch zu außerschulischen Berufsfeldern. Dies wird letztlich dadurch möglich, dass die Kerncurricula der Teilstudiengänge unabhängig von der Wahl des Profils konstant bleiben. Auf diese Weise können in der Regel auch für Absolvent*innen des lehramtbezogenen Profils (in naturwissenschaftlichen Fächern, welche bei fachwissenschaftlicher Orientierung in Monofach-Studiengängen ausgestaltet sind, gleichwohl in der Regel unter Auflagen) in fachwissenschaftliche Master-Studiengänge übergehen.

zuletzt geändert: 20.03.2019 13:10