Beschreibung des Instruments Lehrveranstaltungsevaluation

Die Lehrveranstaltungsevaluation ist eines der zentralen Instrumente zur Qualitätssicherung und -entwicklung im Bereich Studium und Lehre an der Universität Göttingen.

Seit dem Wintersemester 2006/07 ist die Studierendenbefragung und seit dem Wintersemester 2010/11 die Lehrendenbefragung im Sinne eines Feedbackinstrumentes gesamtuniversitär implementiert und zum Regelangebot ausgebaut worden. Studierende und Lehrende aller zwölf Fakultäten, und seit dem Wintersemester 2014/15 auch die Veranstaltungen des Zentrums für Sprachen und Schlüsselqualifikationen, werden in einem zentral koordinierten Verfahren (ausgenommen Medizin) zu ihren einzelnen Lehrveranstaltungen befragt.

Im Bereich der Medizin werden studentische Lehrveranstaltungsevaluationen flächendeckend und systematisch für sämtliche scheinpflichtige Lehrveranstaltungen durchgeführt. Diese klassischen Evaluationsverfahren erlauben Aussagen über Organisation und Struktur der Module. Seit dem Wintersemester 2008/09 besteht im klinischen Ausbildungsabschnitt Humanmedizin zusätzlich die Möglichkeit, unter Anwendung eines innovativen Evaluationsverfahrens Erkenntnisse über den Lernzuwachs der Studierenden zu gewinnen. Der prozentuale Lernzuwachs innerhalb eines Unterrichtsmoduls wird dabei mittels eines Vergleichs studentischer Selbsteinschätzungen berechnet. Durch Berücksichtigung der Lernziele aus dem „Göttinger Lernzielkatalog“ soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Inhalte des Medizinstudiums in guter Qualität unterrichtet werden. Die Ergebnisse der Lernzuwachsevaluation werden regelmäßig hochschulintern veröffentlicht.

Neben den standardisierten Fragebögen, die von allen Teilnehmer*innen einer Lehrveranstaltung ausgefüllt werden sollen, stellen die Modulberichte der Semestersprecher*innen im Bereich Medizin ein weiteres Element der studentischen Lehrevaluation dar. Dieses Instrument ermöglicht es den gewählten Vertreter*innen eines jeweiligen Semesters, Lehrveranstaltungsbewertungen ohne inhaltliche und formale Vorgaben abzugeben und Verbesserungsvorschläge anzuregen.

Den rechtlichen Hintergrund für die Befragung der Studierenden im Zuge einer Lehrveranstaltungsevaluation bildet das Niedersächsische Hochschulgesetz, das in § 5, Absatz 1 bestimmt: „Die Hochschule ermöglicht mindestens einmal jährlich eine Bewertung der Qualität der Lehrveranstaltungen durch die Studierenden. Die Hochschule bewertet in regelmäßigen Abständen die Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre (interne Evaluation) und berücksichtigt dabei, wie sie ihrem Gleichstellungsauftrag (§ 3 Abs. 3 Satz 1) Rechnung getragen und zur Förderung der Frauen- und Geschlechterforschung (§ 3 Abs. 3 Satz 2) beigetragen hat. In die Bewertung der Lehre bezieht die Hochschule auch die Ergebnisse nach Satz 1 ein und beteiligt die Studierenden. Das Nähere, insbesondere zum Verfahren der internen Evaluation und den dabei anzuwendenden Evaluationskriterien, regelt die Hochschule in einer Ordnung“ und in § 5 Absatz 3: „Die Ergebnisse der Verfahren nach den Absätzen 1 und 2 sind zu veröffentlichen“ (Februar 2007, zuletzt geändert am 15.12.2015).

zuletzt geändert: 25.03.2019 10:05